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Richtfest für neues Seniorenheim in Münchberg

In Münchberg entsteht ein neues Stadtquartier mit Seniorenheim und Wohnraum. Es gibt schon erste Interessenten.

Der Baustart für das neue Münchberger Seniorenheim jährt sich im Dezember. Damit entsteht an der Sparnecker Straße auch ein neues Stadtquartier – angedacht sind Wohnungen und ein Dienstleistungsgebäude. Das Münchberger Altenheim am Stadtpark war bis April 2024 noch im Besitz der Stadt, was bayernweit einmalig war. Sie übergab es an einen Träger, der in den Neubau einziehen wird, der gerade auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks entsteht. Die Bauarbeiten gehen gut voran, in dieser Woche wird Richtfest gefeiert. Bauherr ist die Dankerl Bau GmbH aus Willmering. Unsere Redaktion hat sich bei Projektentwickler Florian Fischer nach dem Stand der Dinge erkundigt. Hier die wichtigsten Infos zum Projekt.

Ist der Zeitplan noch aktuell?

Nach den Vorarbeiten gingen die Arbeiten für das Seniorenheim im März 2025 los. Trotz eines verregneten Sommers befindet man sich laut Fischer weiterhin im Zeitplan. Er geht davon aus, dass das Gebäude Mitte nächsten Jahres fertig sein wird. Dann kann der neue Träger des Altenheims, die Caritas gGmbH Sankt Heinrich und Kunigunde aus Bamberg, in den Neubau umziehen.

Dienstleistungsgebäude: Gibt es Mieter?

Neben dem Seniorenheim ist ein Gebäude für Dienstleistungen geplant. Wie Fischer sagt, laufen bereits Mietvertragsverhandlungen mit ersten Interessenten. Abschlüsse solle es zeitnah geben. Interessenten könnten sich gerne jederzeit melden, da noch freie Einheiten verfügbar seien. „Wir können auch noch individuelle Wünsche künftiger Mieter berücksichtigten“, sagt der Projektentwickler. Neben Interessenten aus dem Gesundheitsbereich kann er sich auch ein Café oder einen Bäcker in dem Gebäude vorstellen. Aber auch für Büroflächen sei es geeignet. Ausreichend Parkplätze werde man einplanen. Fischer rechnet mit einer guten Frequenz für die Dienstleister, wegen des Pflegeheims und er geplanten Wohneinheiten.

Welche Wohnungen entstehen?

In dem Dienstleistungsgebäude sollen im obersten Geschoss barrierefreie Wohnungen entstehen. Aber auch auf dem Areal des ehemaligen Sägewerks sind fünf Parzellen für Mehrfamilienhäuser vorgesehen, die mit je bis zu zehn Wohneinheiten bebaut werden können. Die Firma Dankerl will sie im Frühjahr erschließen. „Anschließend können sie bebaut werden“, informiert der Planer. Interessenten könnten sich bei ihm melden.

Gibt es schon Interessenten?

Die Firma führt bereits eine Liste mit Interessenten für die geplanten Wohnungen. „Wir haben einige Anfragen erhalten.“ Die Interessenten auf der Liste werde man informieren, sobald es Neuigkeiten zu den Wohnungsgrößen, Grundrissen und dem Baubeginn gibt.

Was hat es mit dem Heizhaus auf sich?

Der Münchberger Bauausschuss hat kürzlich den Bau eines Heizhauses für das Areal genehmigt. Die Arbeiten dafür sollen im Frühjahr starten. In diesem Zug will man alle Parzellen auf dem Areal erschließen. Innerhalb des neuen Stadtquartiers läuft die Wärmeversorgung dann über ein Nahwärmenetz. Im Heizhaus entstehen dafür zwei Pellet-Öfen. Die Firma sucht noch einen Betreiber dafür. Konnte aber bislang noch nicht mit möglichen Interessenten sprechen, weil sie aktuell noch Details zur Errichtung des Hauses klären muss. „Wir könnten es aber vorerst auch selbst betreiben“, versichert Fischer.

Was ist schon passiert?

Nach dem Baustart Ende 2024 haben die Arbeiter zuerst Kanal und Strom umgelegt, um ein freies Baufeld zu schaffen. Im ersten Quartal 2025 starteten die Erdarbeiten, man verlegte die Grundleitungen für das neue Pflegeheim. Aufgeteilt ist die Baustelle in vier Abschnitte, viele Arbeiten erfolgen somit parallel. Ende Oktober wurde der letzte Stein des zweiten Obergeschosses gesetzt, sodass die Mauerarbeiten an dem Objekt fertig sind. Nach der Betonage des letzten Deckenabschnitts Mitte November laufen nun die Arbeiten zur Dachabdichtung. In dieser Woche feiert man das Richtfest auf der Baustelle. Es kommen auch schon die Fenster ins Gebäude, sodass in den kommenden Wochen der Innenausbau starten kann.

Quelle: Frankenpost vom 24.11.2025 – Claudia Sebert